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Was wirft die Wohnung wirklich ab?

Die Rendite aus dem Exposé rechnet mit dem Kaufpreis. Deine Rendite rechnet mit den Gesamtkosten und dem, was vom Hausgeld an dir hängen bleibt. Der Unterschied entscheidet.

Objekt

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Miete und Kosten

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Nettomietrendite

3,24 %

Die Nettorendite rechnet mit den echten Gesamtkosten und deinen laufenden Ausgaben. Sie ist die Zahl, auf die es ankommt.

Bruttorendite

3,94 %

Nettorendite

3,24 %

EK-Rendite

-5,55 %

Cashflow / Jahr

-4.440 €

Kaufnebenkosten42.000 €
Darlehen312.000 €
Rate / Monat1.430,00 €
Gesamtinvestition392.000 €

Drei Renditen, drei Aussagen

Die Bruttorendite ist Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis. Sie eignet sich, um zwei Objekte grob zu vergleichen, und für sonst nichts. Die Nettorendite rechnet mit dem, was du wirklich zahlst, also inklusive Kaufnebenkosten, und zieht die nicht umlagefähigen Kosten ab. Sie ist die Zahl, mit der du arbeiten solltest. Die Eigenkapitalrendite schließlich zeigt, was dein eingesetztes Geld verdient, nachdem die Bank ihren Anteil finanziert hat.

Warum der Hebel in beide Richtungen wirkt

Wenig Eigenkapital lässt die Eigenkapitalrendite glänzen, solange die Mieteinnahmen die Rate decken. Kippt der Cashflow ins Minus, kippt sie mit. Deshalb gehört zu jeder Renditerechnung eine ehrliche Cashflow-Rechnung: Rendite ist eine Prozentzahl, Cashflow ist das Geld, das jeden Monat fließt oder fehlt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?+

Die Bruttorendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum reinen Kaufpreis. Sie ist die Zahl aus dem Exposé und schmeichelt. Die Nettorendite rechnet mit den echten Gesamtkosten inklusive Kaufnebenkosten und zieht die nicht umlagefähigen Ausgaben ab. Sie liegt typischerweise ein bis zwei Prozentpunkte darunter und ist die ehrlichere Zahl.

Was ist eine gute Mietrendite?+

Das hängt von der Lage ab. In gefragten Großstädten sind Bruttorenditen um drei Prozent üblich, in mittleren Städten vier bis fünf, in ländlichen Regionen auch mehr. Eine hohe Rendite ist kein Gütesiegel, sie ist häufig der Preis für ein höheres Risiko: schwächere Lage, ältere Bausubstanz, unsicherere Mieter.

Was sind nicht umlagefähige Kosten?+

Der Teil des Hausgelds, den du als Eigentümer selbst trägst und nicht auf den Mieter umlegen darfst: Verwaltergebühr, Instandhaltungsrücklage und Reparaturen am Sondereigentum. Als Orientierung: 20 bis 30 Prozent des Hausgelds. Wer sie ignoriert, rechnet sich die Rendite schön.

Was sagt die Eigenkapitalrendite aus?+

Sie zeigt, was dein eingesetztes Geld tatsächlich abwirft, denn den Rest hat die Bank finanziert. Sie kann deutlich über der Mietrendite liegen, das ist der Hebeleffekt. Er wirkt aber in beide Richtungen: Bei negativem Cashflow wird auch die Eigenkapitalrendite negativ.

Gehört die Wertsteigerung in die Rendite?+

Nicht in die Mietrendite. Sie misst ausschließlich den laufenden Ertrag. Eine erwartete Wertsteigerung ist eine Annahme über die Zukunft, kein Ertrag von heute. Wer beides vermischt, rechnet sich reich.

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